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Französisch


Das Erlernen der französischen Sprache, einer der wichtigsten Weltsprachen, eröffnet den Weg für private und berufliche Beziehungen zu Menschen und Unternehmen in französischsprachigen Ländern und gibt Einblicke in geschichtliche und kulturelle Gegebenheiten Frankreichs und anderer frankophoner Länder.

Die Grundlage des Französischunterrichts ist der gültige Lehrplan, der die Kommunikationsfähigkeit als oberstes Unterrichtsziel formuliert.

Unterricht in der Unter- und Mittelstufe

Französisch kann an der Stormarnschule ab Klasse 7 (G8: 6) als 2. Fremdsprache und ab Klasse 9 (G8: 8) als 3. Fremdsprache (fakultativ) gewählt werden. Am Ende der 6. Klasse (G8: 5) findet eine Beratung für Eltern, Schülerinnen und Schüler statt.

Der Französischunterricht bildet das Sprechen, das Hörverstehen, das Lesen und das Schreiben in der Fremdsprache aus, Unterrichtssprache ist nunmehr von Beginn an das Französische. Als Unterrichtsgrundlage dienen ein aktuelles Lehrbuch (A plus!: Cornelsen) in 4 Bänden, ein begleitendes Arbeitsheft (Carnet d'activités) und ein Grammatikheft für jeden Band für die 2. Fremdsprache (F2), ein Lehrbuch in 2 Bänden (A plus! Méthode intensive, Cornelsen), ein begleitendes Arbeitsheft (Carnet d'activités) und eine Grammatik für die 3. Fremdsprache (F3). Die Arbeitsweise in F3 unterscheidet sich von der Arbeitsweise in F2 lediglich dadurch, dass der Lehrstoff komprimierter vermittelt wird. Dabei erleichtern die Kenntnisse aus dem Lateinischen den Schülerinnen und Schülern das rezeptive Erlernen der französischen Sprache.

Schwerpunkte des Unterrichts sind der themenorientierte Aufbau und die Erweiterung eines angemessenen Wortschatzes, die Auseinandersetzung mit soziokulturellen Besonderheiten Frankreichs und die Vermittlung relevanter grammatikalischer Inhalte. Um dem Lehrplanziel der Kommunikationskompetenz Rechnung zu tragen, werden die Schwerpunkte nicht isoliert, sondern immer kombiniert unterricht. Dies macht den Schülerinnen und Schülern Sinn und Notwendigkeit der Inhalte transparent.

Unterricht in der Oberstufe

Im Unterricht der Sekundarstufe II werden die in der Mittelstufe erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten gefestigt und erweitert. Die Lektüre authentischer französischsprachiger Literatur und Sachtexte rückt in den Vordergrund.

Die Schülerinnen und Schüler, die drei Fremdsprachen belegt haben, legen in der Profiloberstufe selbst fest, in welcher Fremdsprache sie zwei- und in welcher sie dreistündig unterrichtet werden möchten. Im 11. Jahrgang (G8: 10) wird die Lehrbucharbeit beendet und in die Textarbeit der Oberstufe eingeführt. Im 12. und 13. Jahrgang (G8: 11+12) steht die mündliche und schriftliche Behandlung unterschiedlicher Textsorten im Vordergrund. Die Auswahl und Abfolge der Themen orientieren sich am Lehrplan und sind identisch in den zwei- und dreistündigen Kursen, jedoch ist im dreistündigen Unterricht eine intensivere Auseinandersetzung mit der Fremdsprache möglich. Die Kurslehrerin oder der Kurslehrer setzen im Rahmen des Themas die Schwerpunkte aus Sach- und literarischen Themen.

Medieneinsatz

Von Beginn des ersten Lernjahres an werden gewöhnlich auch Angebote neben dem Lehrbuch gemacht. In der ersten Zeit kann die Wiederaufnahme des Gelernten in Bildergeschichten und kleinen Texten (z.B. Briefe, E-Mails) stattfinden, die Schulbuchverlage bieten didaktisierte Lektüren zu den Lehrbuchtexten an. Außerdem stehen zahlreiche authentische Textsorten und Hörbeispiele von Seiten des Lehrwerks zur Verfügung, um dem interkulturellen Lernen, sprich dem Kennen lernen der neuen Kultur und Vergleich mit eigenen kulturellen Besonderheiten, Rechnung zu tragen.

Später können einfache Texte aus der Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler behandelt und als Diskussionsgrundlage eingesetzt werden. Im fortgeschrittenen Unterricht lernen die Schülerinnen und Schüler Texte zu aktuellen Problemen, z.B. leichte Lektüren, Sachtexte, Chansons, zu verstehen und sich mündlich und schriftlich zu äußern. Der Einsatz von Filmen und Computern, beispielsweise zu Übungs- und Recherchezwecken auf französischen Internetseiten, erweitert zusätzlich das Angebot.

Methodik

Die vielfältig nutzbaren Medien bedingen einen methodenreichen Unterricht, der auf die Kohärenz von Inhalt, sprich Stundenschwerpunkt, und Methode Wert legt: Partnerarbeit beim Verfassen von Dialogen, Gruppenarbeit für die Umsetzung von Rollenspielen und Einzel- und Frontalunterricht in notwendigen Grammatikstunden sind die üblichen Unterrichtsmethoden in der ersten Lernjahren.

Ab dem dritten Lernjahr werden auch Schülervorträge und ergänzende schülerzentrierte Methoden angewandt.

In jedem Lernjahr wird auf einen annähernd paritätischen Unterrichtsanteil der vier Fertigkeiten Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen geachtet.

Projekte

Zurzeit erarbeitet die Fachschaft ein schulinternes Fachcurriculum für die Schülerinnen und Schüler des acht- und neunjährigen Gymnasiums in der Profiloberstufe.

Im Schuljahr 2012/2013 konnten zwei Austauschprogramme erfolgreich durchgeführt werden: Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen waren mit Herrn Klinckhamer und Herrn Rizmanski in Castres und Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen in Begleitung von Frau Schöllermann und Herrn Rizmanski in Guer/Bretagne.

Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen (2. Fremdsprache) können im Schuljahr 2013/2014 an einem Austausch mit dem Collège Paul Eluard in Gennes an der Loire teilnehmen. Die Bewerbungsfrist endet am 1. November 2013. Der Kontakt zu den bisherigen Partnerschulen in Castres und Guer besteht weiterhin und soll im Jahr 2014/2015 erneut zu einem Austausch führen. Da der Austausch bedingt durch G 8 allgemein in die 8. Klasse vorverlegt werden soll, ist geplant 2014/2015 mit Schülerinnen und Schülern der 8. Klassen nach Castres und mit Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen nach Guer zu fahren. Beide Schulen stehen im laufenden Schuljahr wegen zu geringer Teilnehmerzahl (Guer) und wegen eines anderen Austauschprojekts (Guer) nicht zur Verfügung. Das Collège in Gennes wurde bereits von vier Schülerinnen und Schülern der Stormarnschule im Rahmen eines mehrwöchigen Austauschs besucht (Brigitte Sauzay-Programm) und erscheint auch langfristig als aussichtsreiche Alternative, da der (deutsche) Deutschlehrer sehr gut für die Sprache zu motivieren versteht und 30 Interessenten für den bevorstehenden Austausch finden konnte.

Geplante Reisetermine: 1. – 10. April (Gäste zu Besuch in Ahrensburg); 14. – 23. Mai (Gegenbesuch in Gennes)

Landesweit ausgeschriebene Austauschprogramme bieten Möglichkeiten, für einen längeren Zeitraum (3 – 6 Monate) in Frankreich zu leben; außerdem können Brieffreundschaften sowie E-Mail-Kontakte vermittelt werden.

Beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen können Schülerinnen und Schüler in Gruppen- oder Einzelarbeit ihr erlerntes Sprachenwissen kreativ umsetzen und präsentieren. Zu einem vorgegebenen Globalthema werden Texte, Theaterstücke, Videos, o.ä. erstellt, die eine unabhängige Jury bewertet und prämiert. Zu gewinnen gibt es Sachpreise, die Landessieger nehmen an einem dreitägigen bundesweiten Sprachenfest teil. Angestrebt ist die Teilnahme möglichst vieler Schülerinnen und Schüler(-gruppen) bei diesem Wettbewerb, der es sich zum Ziel setzt, den Schülerinnen und Schülern Sprache nicht als Selbstzweck, sondern als Kommunikationsmedium zu vermitteln.

Diplôme d’Études de la Langue Française: DELF-Zertifikate sind staatliche, standardisierte Sprachdiplome, die in der ganzen Welt anerkannt sind. Die Prüfungen werden vom Centre international d’études pédagogiques (CIEP) im Auftrag des französischen Erziehungs-ministeriums entwickelt und von den Kultureinrichtungen der Französischen Botschaften verwaltet. Das DELF scolaire besteht aus Prüfungen, die den ersten vier Niveaus (A1 bis B2) des europäischen Referenzrahmens entsprechen. Diese vier Prüfungen können unabhängig voneinander abgelegt werden. Bei jedem Niveau von A1 bis B2 werden durch eine Reihe von Aufgaben die vier kommunikativen Kompetenzen – Hörverständnis, Lesefähigkeit, mündlicher und schriftlicher Ausdruck – geprüft.

Bereits seit zwei Jahren werden im Sommer die DELF-Prüfungen von Mitarbeitern des Centre Culturel Kiel an der Stormarnschule (dort ab 50 Anmeldungen möglich) erfolgreich durchgeführt. Die Etablierung und Weiterentwicklung dieses Projektes, z. B. durch das Einrichten einer DELF- AG, ist angestrebt.